2. IHRE FRAGEN ZUR  CHIROTHERAPIE

 

Was versteht man unter Chirotherapie?

Die Chirotherapie, auch Manuelle Medizin oder Chiropraktik genannt, dient der Behandlung von Gelenken, insbesondere der Wirbelgelenke zur Wiederherstellung einer gestörten Gelenkfunktion in Sinne von sog. "Blockierungen" mit ihren schmerzhaften Funktionseinschränkungen.

Diese Blockierungen oder auch "reversibel hypomobile artikuläre Dysfunktion" genannt können einerseits akut durch "Verheben", durch unkoordinierte Bewegungen oder unfallbedingt auftreten, sind aber meist Folge einer gestörten Statik, also einer Fehlbelastung der Gelenke, wenn das Muskel-Bänder-Gleichgewicht nicht mehr in Ordnung ist, also:

redot[1].gif (1221 Byte) Trainingsmangel
redot[1].gif (1221 Byte) einseitige Körperhaltungen (durch Gewohnheit oder
      durch den Beruf)
redot[1].gif (1221 Byte) verschleißbedingte (= auch altersbedingte)
      Bandlockerungen
redot[1].gif (1221 Byte) Übergewicht, gleich welcher Ursache
redot[1].gif (1221 Byte) anlagebedingte Hypermobilität (Überbeweglichkeit)
redot[1].gif (1221 Byte) psychische Belastung

redot[1].gif (1221 Byte) reflektorischer Ausdruck organischer Funktionsstörungen
      oder Erkrankungen

Damit erhält die Manuelle Medizin eine völlig neue Aufgabe im Rahmen der Ganzheitsmedizinischen Therapie.

Die klassische Chirotherapie hat ihren Platz in der Beseitigung der Wirbelgelenksfunktionsstörungen. Zur Behandlung der statischen und funktionellen Störungen wird der gesamte Bewegungsapparat auf maskierte Funktionsstörungen untersucht, die als solche meist nicht Schmerzen, jedoch Beschwerden weit entfernt von anderen Organen verursachen.

Welche Methoden der Manuellen Medizin finden Verwendung?

redot[1].gif (1221 Byte) Dies wird in speziellen Untersuchungsverfahren wie die Hautspannungsveränderungen
       erzielt, ferner durch

redot[1].gif (1221 Byte) eingehende Funktionsprüfung der Gelenke und Wirbelsegmente,
redot[1].gif (1221 Byte) osteopathische Untersuchung der Faszienverspannungen,

redot[1].gif (1221 Byte) die Untersuchung der Reflexpunkte auf der Vorderseite des Körpers (JONES) -
      "Muscle Release Technique"

redot[1].gif (1221 Byte)  auch durch die Neuralkinesiologie nach KLINGHARDT und
redot[1].gif (1221 Byte) die Ohrakupunktur (Aurikulomedizin

Folgende   Chirotherapie- und Osteopathiemethoden kommen zur Anwendung:

pfeil.jpg (992 Byte) Klassische Chirotherapie mit  Mobilisations-, Traktions- und
        Impulselementen

pfeil.jpg (844 Byte) Strain-& Counterstrain-Methode nach Jones

pfeil.jpg (844 Byte) Muscle- Energy- Technik   (Mitchell)

 

Die Behandlung geschieht in der Regel auf klassische Weise der Chirotherapie ( in der Praxis liegt eine Aufklärungsschrift und Erklärung zur Chirotherapie auf, die aufmerksam durchgelesen werden sollte) oder durch sehr zeitaufwendige, aber sanfte und schmerzlose Techniken. Diese finden insbesondere Anwendung bei Patienten, bei denen sonst eine absolute oder relative Kontraindikation für die klassische Chirotherapie vorliegt (Osteoporose, Tumoren oder Verdacht auf Metastasenbildung, Fehlbildungen, sehr starke oder akute Schmerzzustände).

Diese Spezialtechniken werden nicht über die Krankenkasse abgerechnet und werden gesondert in Rechnung gestellt. Dazu wird in der Regel auch ein gesonderter Termin vereinbart.

Die Behandlungen führen schon nach der ersten Sitzung zu einer Entspannung der Muskulatur und bei wiederholter Anwendung zu einer Wiederherstellung der Organfunktion oder zumindest einer Bahnung der Heilung.

In Fällen der Bandinstabilität - die einer relative Kontraindikation für die Chirotherapie darstellt- müssen vor einer prolotherapeutischen Bandstabilisation die "Blockierungen" beseitigt werden, da Injektionen auf ein blockiertes Gelenk nicht zweckmäßig sind und die Beschwerden nur verstärken

Ergänzend dazu:   www.dgmm.de

 

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