Ganzheitliche
Medizin Geist - Seele - Körper
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Wenn Seele und Geist krank sind,
ist der Körper auch krank, und solange hier keine Heilung gesucht wird, kann die
körperliche Heilung nicht fortschreiten.
Somit ist diese Site nicht nur als
Anhang zu verstehen, sondern sie soll zum Nachdenken anregen und kann dem einen oder
anderen auch überzeugen, dass der heute "üblichen" humanistisch-
wissenschaftlich- materialistischen Weltanschauung doch enge Grenzen gesetzt sind, wenn es
um das L E B E N geht.
Ich will versuchen, dieses sehr
umfangreiche Thema an einigen Punkten anzureißen, an denen ich glaube,
dass Erklärung
oder Erkenntnis nötig ist, weil diese Punkte heute unterdrückt, verneint, sogar
abgelehnt und damit vergessen wurden.
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interessieren. Wenn Sie Fragen haben - ein
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Wie ist Gott wirklich ?
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Einleitung:
Viele, die sagen, dass sie an Gott glauben, halten an Vorstellungen von Gott fest, die
nicht der Bibel, sondern einer allgemeinen Volksfrömmigkeit, ihrem Wunschdenken oder
einem Überbleibsel ihres Elternbildes entstammen. Viele Vorurteile, die sie übernehmen
lassen sich wie folgt zusammenfassen: Gott- der Polizist in uns; Gott - der gute, alte
Herr; - der blasse Galiläer; Gott - der geschäftsführende Direktor, usw. Diese
Vorstellungen dürften kaum identisch sein mit dem Lebendigen und Ewigen, der sich uns in
der Bibel mitteilt.
Und wenn ich behaupte: "DER ARZT BEHANDELT DIE PATIENTEN,
ABER NUR GOTT KANN SIE HEILEN", dann sollten wir
zumindest eine exakte Vorstellung haben, wie Gott ist, wie er sich uns offenbart und wie
wir uns Ihm zuwenden, was wir von Ihm erwarten können und wie wir Ihn erfahren
können.
Um Gott konkret in jeder Lebenssituation zu erfahren, müssen wir uns z.B. mit folgenden
Fragen auseinandersetzen , zu denen wir nur auf Grund der Selbstaussagen Gottes eine
eindeutige Antwort finden können (siehe auch Thema "Wer ist Gott wirklich?")
Der Glaube wächst, wenn wir sehen und erleben, wer Gott ist und wie Er sich den Menschen
gegenüber verhält. Besonders wenn ein Mensch erkennt, was Gott für ihn ist, kann er
erkennen: "Wer bin ich? und wie sollte - als Antwort darauf - meine Haltung Gott
gegenüber aussehen ?" Daniel 11,32 sagt: "Aber die vom Volk, die ihren Gott
kennen, werden stark werden und danach handeln."
Die Erkenntnis Gottes ist also das Geheimnis des tiefgehenden Lebens in Christus und das
Ziel unseren ganzen Daseins. Wie wird dieses Ziel in folgenden Versen ausgedrückt?
ANMERKUNG und EMPFEHLUNG: Die angegebenen Bibelstellen sollte derjenige, der an
diesem Thema interessiert ist nachschlagen, lesen und darüber nachdenken. Sollten Sie
dies tatsächlich tun, bin ich überzeugt, dass Sie nach Studium dieses Themas der
Erkenntnis Gottes und damit dem Sinn Ihres Lebens um ein gutes Stück näher gekommen
sind.
(Johannes 17,3 / Phillipper 3,8+10 / Jeremias 9, 22-23)
Wir wollen über Gott im Bedarfsfall verfügen. Wenn wir aber darin verharren, Gott nach
dem Klischee unserer Vorstellungen in ein festes Bild zu pressen, haben wir es höchstens
mit einem Idol oder einem Abgott zu tun, einem nicht mit den Händen, sondern mit den
Gedanken gemachten Götzen.
Durch welche Quellen können wir Gott kennenlernen, ohne in die Gefahr zu kommen, uns
einen Abgott vorzustellen?
(
Psalm 19, 2-5 / Römer 1, 19-20 / Johannes 1, 18 / Joh. 6, 46 / Matthäus 11,27
/ Hebräer 1, 1-2 / Kolllosser 1,16-20 und 2,9 / 2.Timotheus 3,16 / 1.Korinther 2, 9-13)
Die Attribute Gottes:
(Nach Dieter &
Mary Boy)
Wenn man über den Charakter oder das Wesen Gottes spricht, benutzt man den Begriff
"Attribut". Sein Attribut ist das, was Gott als Wahrheit über seine Person
offenbart hat. Wichtig ist das Wort "offenbart". Der Mensch kann weder durch
Spekulation, Studium noch Untersuchung entdecken, wer Gott wirklich ist. Gott muß
es ihm offenbaren. Gottes Attribute sind die kennzeichnenden Qualitäten seiner Natur, die
von der Person Gottes untrennbar sind und die die Basis und der Grund seiner Offenbarung
an sein Geschöpf bilden. Der Charakter eines Menschen besteht aus der Summe seiner
Eigenschaften. Menschlicher Charakter ist unbeständig, weil seine Eigenschaften
unbeständig sind. Gott besteht aber nicht aus Teilen, aus Eigenschaften. Ein Attribut
Gottes ist nicht ein Teil von ihm - es ist sein Wesen, so zu sein. Zum Beispiel ist Liebe
nicht eine Eigenschaft Gottes, Gott ist Liebe.
Eine Klassifizierung der Attribute Gottes: (mit entsprechenden Bibelstellen zum
Studium)
I. Seine Attribute aus der Sicht Gottes:
A. Geist
"Gott ist Geist", negativ ausgedrückt heißt dies: Gott
ist weder Materie, noch ist er von Materie abhängig. Damit wir aber das Handeln und
Denken Gott besser verstehen, gebraucht die Bibel Ausdrücke wie: Hände, Füße, Augen,
Ohren, Flügel, Mund und Nase Gottes. (Joh.4,24 / Luk.24,39 / 1.Kor.2,6-16 / 2.Kor.4,17-18
/ 5.Mos.33,27 / Joh.10,29 / Ps.91,4/ Pet.3,12)
1. Leben: Der menschliche Verstand - weil geschaffen - spürt ein Unbehagen über
das Ungeschaffene und Unverursachte. Eine Unruhe entsteht, wenn wir daran denken müssen,
dass es Einen gibt, der uns keine Rechenschaft über sein Dasein ablegt, der niemandem
verantwortlich ist und der selbstexistent, selbstgenügsam und absolut selbständig lebt.
Ehrlich zugeben, dass es Einen gibt, der außerhalb aller Philosophie und Wissenschaft
existiert, verlangt ein großes Maß an DEMUT. Dem Menschen gehört n i c h t s; er
ist Augenblick für Augenblick von diesem Gott abhängig, der dem Menschen seine Existenz
gegeben hat. Gott braucht nichts, um irgendwie "vollkommener" oder
"vollständiger" zu werden. Gott umfasst alles; er kann nichts empfangen, was er
nicht bereits gegeben hat. Deshalb kann uns Gott mitteilen, dass Er für unsere ganze
Existenz sorgt und dass wir in Ihm keinen Mangel zu haben brauchen.
(1.Mose
2,7;6,17;5,15+21/Joh.5,15/ 1.Thessaloniker
1,9/Joh.1,1-4/Joh.5,24/Joh.10,24-26/Kol1,
16-17 / Offenbarung1,6 / Apostelgeschichte 17,24-25, Psalm 50,12+24)
2. Persönlichkeit:
Sie bezeichnet die Kraft des Selbstbewusstseins und der
Selbstbestimmung. Sie umschließt Intellekt, Gefühl, Willen und die Fähigkeit zur
Kommunikation. Wenn Gott mit uns spricht, sagt Er "ICH" und wir antworten Ihm mit
"Du". Der Name Gottes im Hebräischen lautet "JAHWE = ICH BIN
DER ICH BIN" (siehe auch Thema "Wer ist Gott?)
(Epheser 1,4/ 1.Mos.1,1/ Joh.3,16/ 1.Kor 2,7/ 2.Mos.3,14/ 2.Mos.2 23 - 3,22/
Jer.
10,1-16)
B. Unendlichkeit und Unbegrenztheit -
Gott ist unendlich groß und frei
von allen Begrenzungen. Gottes Größe und Unendlichkeit kann sich kein Verstand ausdenken.
Könnten wir das, dann wäre Seine Größe geringer als der menschliche Verstand, der
diese Vorstellungen formen kann. - Keine Äußerung kann Ihn völlig erklären. Wenn
irgendeine Aussage Gott erklären könnte, Sein Wesen völlig zu Ausdruck bringen könnte,
wäre Er geringer als die menschliche Sprache. Solange die Größe Gottes für Dich
nur Theorie ist, wirst Du keine Notwendigkeit sehen, Gott die Ehre zu geben. Wenn Seine
Größe heute für Dich Realität wurde, dann wirst Du Zeit und Motivation finden,
Ihn anzubeten.
Die unendliche Größe Gottes wird oft mit dem Wort "Transzendenz" bezeichnet,
d.h. Gott ist außerhalb von Raum und Zeit; Er steht außerhalb des Geschaffenen. Die
Überbetonung der Transzendenz Gottes unter Ausschluss der persönlichen Attribute
Gottes führt notwendig zu einer Vorstellung, die an der wahren Erkenntnis Gottes
vorbeigehen muss. (z.B. lehrt der Deismus, dass Gott die Welt nach ihrer Erschaffung sich
selbst überließ, ohne je weiter einzugreifen.) In Gottes Wort bilden die beiden Konzepte
der Transzendenz und der IMMANENZ (Innerweltlichkeit) eine sich gegenseitig ergänzende
Einheit. Der große, unendliche Gott ist nahe denen, die auf Ihn warten, um ihnen zu
helfen. Und dies kannst auch Du erfahren !
(Psalm 143,2/
Hiob11,7-9/ 1.Könige 8,27/ Römer11,33/ Psalm 139,17-18/ Hiob 9,10
/Jesaja 40)
1. Selbstexistenz
(Erläuterung siehe unter Abschnitt
"Leben")
2. Unveränderlichkeit
Weil Gott absolute Vollkommenheit ist, ist
keine Veränderung zum "Besseren" möglich. Eine Veränderung zum
"Schlechteren" wäre unvereinbar mit Seinem Wesen. Gott kann nicht stärker oder
schwächer werden. Er nimmt an neuen Fähigkeit weder zu noch ab. Gott kann auf keine
Weise geschädigt werden. "..... nie und nimmer schädigt Verderbnis unsern Gott,
kein Wille, keine Notwendigkeit, kein unvorhergesehener Zufall kann das bewirken..... Auch
kann Gott nicht wider Seinen Willen zu etwas gezwungen werden...... nichts kann Ihn
unvorhergesehen treffen, der doch alles weiß !!! Es besteht ja alles nur dadurch,
dass
Gott es weiß!
Ein fundamentaler Unterschied zwischen Schöpfer und Seinen Geschöpfen besteht darin,
daß die Geschöpfe permanenten Veränderungen ihres Wesens ausgesetzt sind, was z.B. in
Charakterschwankungen seinen Ausdruck findet. Gott aber ist unwandelbar und hört nie auf,
das zu sein, was er ist.
(Jakobus 1,17/ Psalm 102,25-28/
Maleachi 3,6/ Joh.3,1/ Psalm 119,89-90/ Psalm 33,11/
4.Mos.23,19/ Jes.40,6-8/ Joh.10,35b/ Röm.11,29/ Heb.6,13-20/ Heb.13,8)
3. Einigkeit
(ES GIBT NUR EINEN WAHREN GOTT) Die Bibel lehrt auch,
dass
dieser Gott in drei verschiedenen Personen existiert. Wie die drei Personen der Gottheit
eine Einigkeit bilden, wirst Du nur begreifen können, wenn Du die Offenbarung Gottes in
einer Haltung des Gebetes studierst.
Stelle Dir vor, Du sprichst mit einem Moslem, der behauptet, wir Christen haben drei
Götter. Wie kannst Du Ihm helfen, die Fragen nach der Dreieinigkeit Gottes besser zu
verstehen? *** Wir haben nur EINEN Gott. Es ist wie mit einem Ei: Ein Ein besitzt
eine Schale - Eiweiß und Eigelb, alle drei haben eine verschiedene Aufgabe und bilden
doch ein Ganzes. Oder man nehme die Aggregatzustände von Wasser - Eis - Dampf -
alles ist eine Substanz.***
(5.Mos.4,39+6,4-5/ Jak.2,19/ Jes.44,6/ Joh.5,44/ 1.Kor.8,4-6/ 1.Tim.1,17/ Eph.4,6)
4. Souveränität und Weisheit Gottes Souveränität bezeichnet Seine
Herrschaft über seine ganze Schöpfung. Er ist der Allerhöchste; er ist König. Die
Bedeutung dieses Attributes wird in der Bibel so ausgedrückt:
"Dein, Herr, ist die Majestät und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Hoheit. Denn alles,
was im Himmel und auf Erden ist, ist Dein. Dein ,Herr, ist das Reich, und du bist erhöht
zum Haupt über alles. Reichtum und Ehre kommt von dir, du herrschest über alles. In
deiner Hand steht es, jedermann groß und stark zu machen." (1.Chr 29,11-12)
Um souverän zu sein, muss Gott allwissend , allmächtig und absolut frei sein.
Gäbe es
eine kleine Tatsache, die Gott nicht kennt, würde seine Herrschaft an diesem Punkt
zusammenbrechen. Um Herrscher über alle Kreatur zu sein, muss er also allwissend sein.
Würde es Gott an einem Partikelchen Macht mangeln, müsste dieser Mangel seiner Regierung
ein Ende setzen und sein Königreich auflösen. Dieses Patrikelchen Macht würde einem
anderen gehören, und Gott wäre dadurch begrenzt und nicht mehr souverän. Überdies
verlangt seine Souveränität absolute Freiheit: Gott ist absolut frei, das zu tun, was er
will - wo, wie und wann er es will, um seine ewige Absicht in jedem kleinen Detail
zu verwirklichen. Weder Mensch noch Ding kann ihn hindern, zwingen oder halten. Er kann
tun und lassen, was ihm gefällt.
Seine Freiheit bedeutet auch, dass er allumfassende Autorität besitzt. Der Herr der
Herrschaften braucht niemanden um eine Genehmigung zu bitten; er braucht keine Anträge
an höhere Obrigkeiten zu stellen. Wer hat größere Gewalt als Gott ? Wer ist höher als
der Allerhöchste? Vor wessen Thron könnte Gott knien ?
Wie reagierst Du, wenn du darüber nachdenkst? Führt es Dich dazu, Gott zu preisen?
Studiere, wozu Gott uns Menschen in Seiner Souveränität geschaffen hat.
Durch die Sünde verlor die Menschheit die Fähigkeit, Gottes Herrlichkeit
widerzuspiegeln. Diese Erkenntnis sollte uns motivieren, dass Gottes Herrlichkeit in
unserem Leben Priorität hat und nicht anderes und wir mit unseren Taten und Gedanken Gott
verherrlichen sollten.
(1.Chronik.29,11-12/ Psalm 104/ Jes.43,1-7/ Eph.1,3-17/ Röm.3,23/
Prediger.7,10-14/
Röm.8,28 + 38-39/ 1.Kor.2,15/ Sprüche 3,5-6/ Psalm 47/ Psalm 93/ Daniel.2,20-22 u. 4,24-37)
C. Vollkommenheit
1. Wahrheit Ein Leben ist nur dann ganz wahr, bez. ist nur dann ganz
wahrheitsgemäß, wenn es im Hinblick auf Wesen, Wissen und Handeln in einer vollkommenen
Kongruenz steht. Dass Gott vollkommene, absolute Wahrheit ist, findet seinen Ausdruck
darin, dass sein Wesen und Handeln, Sein Wissen und Reden völlig übereinstimmen. Sein
Reden ist absolute Wahrheit und kann mit nichts anderem verglichen werden. Sein Handeln
stellt die vollkommene Verwirklichung Seines Redens und Wissens dar. Sein Wesen findet
Ausdruck in Seinem Wort, dass dadurch zum absolutem Maßstab für alles Übrige
legitimiert ist. Alles, was mit Gott und Seinem Wort nicht übereinstimmt, ist nicht
wahrheitsgemäß und damit irrig oder Lüge.
(
5.Mose 32,4/ Jos.21,45/ 2.Samuel 7,28-29/ Psalm 33,9/ Sprüche 30,5-6/ Dan 4,34/ Joh 1,14+15/
Joh 8,31-32+44-45/ Joh 14,6/ Joh 15,26+16,13/ Joh 18,37/ Titus 1,2/ 4.Mose 23,19/
Psalm 119/ Psalm 51,8/ Joh 17,17/ 1.Kor 13,6/ Epheser 4,24-25)
2. Liebe Gott ist die vollkommene Liebe. Die Liebe findet ihren Ausdruck
darin, das Beste für den Geliebten zu wollen und zu tun. Schon deshalb wird Liebe oft mit
"Opfern" verbunden sein. AGAPE ist eine griechisches Wort für das göttliche
Attribut Liebe. Agape ist bedingungslose, aufopfernde Liebe, die Leiden um anderer willen
mit einschließt.
Es ist ein unbegreifliches, aber wunderbares Handeln des unabhängigen Gottes, dass Er in
Christus Mensch wurde, um für uns zu leiden und dass Er in Agape ständig um uns wirbt,
um uns das Beste im Überfuß geben zu können. Es ist Sein Interesse, uns durch Seine
Liebe mit ihm zu verbinden und in uns und durch uns göttlich zu lieben.
(
5.Mose 7,7-10/ Jer 31,3/ Mat 5,44-45/ Joh 3.16/ Joh 17,24/
Röm 5,8/ Röm 8,38-39/ 1.Kor 13, 4-8a/ Eph 5,25b-27/ Phil
2,7-8/ Mat 22,36-40/ 2.Peter 1,3-4/ 5.Mose 30,6/ Joh 13,4-15/
Heb 12, 6-11/ Galater 3,13-14, 1.Joh 4,9-10)
3. Heiligkeit
Heiligkeit ist die Herrlichkeit, Vollkommenheit, Reinheit und
Pracht Gottes. Kein anderes Wort bezeichnet Sein Wesen so völlig wie das Wort
"heilig". Alle Attribute Gottes sind heilig; alles, was Gott gehört, ist
heilig. Heilig bedeutet "apart", "abgesondert", "deutlich
anders", "allem ungleich"; es bedeutet auch "heil" und
"gesund". Gott ist also auch der Standart für die moralische Gesundheit der
Welt. Alles, was im Widerspruch zu Gottes heiligem Charakter steht, ist
"ungesund" und endet im Tod. Gott hasst die Sünde, weil sie entartet und
zerstört.
(
Jes 6,1-8/ Off 4,9-11/ 2.Mose 15,11-13/ 3.Mose 11, 44-45 und
19,2+8/ Jos 24,19-22/ 1.Sam 6,20/ Jes 35, 8-10/ Jes 57,15/
Hes 39,7/ Hosea 11,9/ Hab 1,13a/ Mat 6,9/ 1.Joh 1,5/ Heb
12,29-29/ Jes 6, 5+8/ Psalm 24,3-6/ 1.Pet 1,15-17/ 1.Joh
3,2-3/ 2.Kor 6,14- 7,
II. Gottes Attribute aus der Sicht des Menschen:
A. Im Verhältnis zu Zeit und Raum
1. Ewigkeit
2. Unermesslichkeit
B. Im Verhältnis zu seiner Schöpfung
1. Allgegenwart Gegenwärtig bedeutet: hier, dabei, nahe. Gott ist
überall hier, nahe bei allem, neben jedem. Weil Gott unbegrenzt ist, kennt Sein Gegenwart
keine Grenzen - Er ist allgegenwärtig. Gott ist über allem, unter allem, in allem,
außerhalb allem: in allem, aber nicht eingezäunt; außerhalb allem, aber nicht
ausgeschlossen; über allem, aber nicht unerreichbar; unterhalb allem, aber nicht
unterdrückt; ganz oberhalb, um zu regieren, ganz unterhalb, um zu stützen und
aufrechtzuerhalten; ganz innerhalb, um zu erfüllen.
Der Glaube eröffnet uns viele Wahrheiten über Gott, aber die zentrale und
grundsätzliche Wahrheit ist die Allgegenwart. Gott ist und Gott ist hier.
Die Tatsache der Allgegenwart Gottes verleiht dem Menschen höchsten Wert: Gott ist
dabei, in ihm, um ihn. Gott sieht ihm und kennt ihn durch und durch. Gott wird ihn nie
verlassen.
(
Apg 17,27-29/ Jer 23, 23-24/ 1.Mose 28,15-16/ Jos 1,5+9/ Mat 18,
20 und 28,20/ Psalm 139, 7-24/ Joh 1,1-3/ Hiob 34,14-16/ Kol
1,16-17)
2. Allmacht
Off.19,6 : "Und ich hörte, und es war eine Stimme
einer großen Schar und wie eine Stimme großer Wasser und eine Stimme starker Donner, die
sprachen: Halleluja! denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat das Reich
eingenommen."
Souveränität und Allmacht gehören zusammen. Gott besitzt alle Macht. Weil Gott
unbegrenzt und unendlich ist, ist auch Seine Macht ohne Ende und ohne Grenze. Gott ist
ebenso der selbstexistente Schöpfer und die Quelle aller Macht. Gott verbraucht keine
Kraft, die wieder aufgefüllt werden muss. Seine Selbstgenügsamkeit bedeutet, dass er
nicht nötig hat, außerhalb Seiner selbst nach Erneuerung Seiner Kräfte zu suchen. Alle
Macht, die benötigt wird, um Seinen Willen zu verwirklichen, liegt in der unverminderten
Fülle Seines eigenen unendlichen Willens.
(
1.Mose 17,1 und 18, 13-14/ Psalm 24, 8/ Psalm 62,12/ Jes 40,
26+29-31/ Jer 32,17-22/ Mat 19, 25-26/ Luk 1,37/ Röm 1,20/
Eph 1,19-22/ Eph 3,20/ Phil 3,21/ Kol2,15/ Heb 11,3/ 2.Mose
15,1-20/ Lukas 1,37-38/ Jes 40,29-31/ Jes 41,10/ Phil 4,13)
3. Allwissenheit Zu sagen, dass Gott allwissend ist, setzt nicht nur voraus,
dass er vollkommenes Wissen besitzt, sondern auch, dass Gott nie gelernt hat und nicht zu
lernen oder zu entdecken braucht. "Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt oder wer ist
sein Ratgeber gewesen?" (Röm 11,34) Gott kann in seinem Wesen nicht wachsen, sein
Wissen ist absolut vollständig. Könnte Gott irgendwie oder irgendwann ein Mehr an Wissen
bekommen, das er nicht von Ewigkeit her gehabt hat, wäre er unvollkommen und weniger als
absolut.
Gott kennt sich selbst völlig (nur der Unendliche kann Unendliches wissen). Er weiß
alles, was es zu wissen gibt: Gott kennt sofort und ohne Mühe jede Tatsache, jeden
Gedanken, jedes Gefühl, jeden Geist, jedes Wesen, jedes Verhältnis, jede Bewegung, jede
Ursache, jede Wirkung, jedes Geheimnis, jedes Rätsel, jeden Wunsch, jede Persönlichkeit,
jede Macht, alles Sichtbare und Unsichtbare im Himmel und auf Erden; er kennt Materie,
Raum, Zeit, Leben, Tode, Gutes, Böses, Himmel und Hölle.
(
Psalm 139 / 1.Sam 16,7 / Hiob 26,6 / Psalm 90,8 / Psalm 147, 4-5
/ Sprüche 15,11 / Jes 40, 9-10 / Jes 46, 9-10 / Jer 17, 9-10 / Mat 10,
29-31 / Joh 2, 24-25 / Röm 8, 26-28 / Röm 11,33-36 / Heb 4,13
/ 1.Kor 2,11 / Mat 6, 7-13)
C. Im Verhältnis zu moralischen Wesen
1. Wahrhaftigkeit und Treue
Johannes beschreibt Jesus Christus in seiner
Offenbarung: "Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der
darauf saß, hieß Treu und Wahrhaftig..."(Off.19,11-16) Die Betonung bei der
Wiederkunft des Siegers liegt auf seiner Wahrhaftigkeit denen gegenüber, die ihr
Vertrauen auf Ihn gesetzt haben. Wahrhaftigkeit und Treue heißen soviel wie Stabilität,
Zuverlässigkeit, Konsequenz, Beharrlichkeit, Unerschütterlichkeit.
Aus der Unveränderlichkeit Gottes folgt, dass er treu ist. Seine göttliche Natur
schließt die Möglichkeit des Versagens, der Schwäche aus. Menschliche Untreue kann ihre
Ursache im Begehren, in der Angst, im abnehmenden Interesse oder in starken Einflüssen
von außen haben. Keine dieser Einflüsse kann auf Gott einwirken. Er kann nicht von
außen her gezwungen werden; Er spricht und handelt von innen heraus durch Seinen
souveränen Willen, so wie es Ihm gefällt. Auf der Treue Gottes basiert unsere ganze
Hoffnung und unser künftiges Leben in Ihm. Weil Gott treu ist, dürfen wir immer in Ihm
Gewissheit, Frieden und Hoffnung haben.
(Psalm 25,8-10 / Psalm 33,4 / Psalm 37,23-24 / Psalm 89, 29-36 / Psalm 91 /
Psalm 98,3 / Psalm 119,75 / Psalm 143,1 / Je 25,1 / Klagelieder 3,22-23 / Joh 10,28 / 1.Kor 1,8-9
/ 1.Kor 10,13 / 1.Pet 4, 19 + 5,10 / 1.Thess 5,23-24 / 2.Thess 3,3 / 2.Tim 2,13 / 1.Joh
1,9 / Luk 12, 47,48 / Luk 16,10-13 / Mat 25, 14-30 / 1.Kor 4,1-2 / 2.Tim 2,2 / Tit 2,9-10
/ Off 2,10 )
2. Gnade und Barmherzigkeit Gott ist gnädig - Er handelt nicht an den
Menschen, wie sie es verdient haben. Gnade ist das freie Geschenk von Güte und Liebe an
einen, der keinen Anspruch darauf hat. Dieses Geschenk bietet Gott jedem an, obwohl er
eigentlich Seinen Zorn verdient hat.
(Röm 3,24 / Heb 13,9 / 2.Kor 8,9 / Tit 3, 4-7 / Gal 1,15-16 / Tit 2, 11-14 / Heb.4, 14-16
/ 1.Kor 15,10 / 2.Kor 12,9 / 2.Thess 2, 16-17 / Psalm 89, 2-3 / 2.Pet 3,18 )
Während die Gnade Gottes den Menschen als Schuldner vor Gott und der Vergebung bedürftig
voraussetzt, erscheint der Mensch im Licht Seiner Barmherzigkeit als einer, der die
Konsequenzen der Sünde trägt, sich in einem "erbärmlichen" Zustand befindet
und deshalb Hilfe braucht. Barmherzigkeit könnte also so definiert werden: die endlose
Güte und Liebe Gottes denen gegenüber, die in Elend und Not sind, ohne Rücksicht auf
Verdienst.
(Nehemia 9,16-19 / Psalm 6,2-5 / Psalm 85, 9-10 / Psalm 86, 15-17 / Psalm 145, 8-9 + 14-20 /
Klag 3, 22-23 / Jona 4, 10-11 / Mich 7,18 / Luk 15,20 / Röm 8, 31-32 / 2. Kor 1, 3-4 /
Tit 3, 4-5 / 2.Mos 20,6 / Jes 55,7 / Spr 28, 13 / Hes 18, 23 + 33, 11 / Luk 1, 50 / Luk 6,
35-36 / Heb 4, 18 / Joel 2, 13 / Psalm 23 / Luk 6, 27-36 / Jak 2, 13-17)
3. Gerechtigkeit
Dieses Attribut zeigt Gott als Richter, als Maßstab für Gut
und Böse. Er unterscheidet Wahrheit und Lüge und trifft Urteile. Gottes Gerechtigkeit
entspricht Seiner Heiligkeit (Jes.5, 16) Vollkommene Heiligkeit verlangt vollkommene
Gerechtigkeit. In Gott ist keine Willkür; Er muss Heiligkeit verlangen und die Sünde
bestrafen, weil Er Seinen absoluten heiligen Standard nicht verrät und nicht verraten
lässt. Gott übersieht unsere Sünden nicht; er nimmt sie ernst und verlangt für sie das
Leben selbst.
Gerechtigkeit ist die moralische Natur Gottes; sie ist der allerhöchste und ewige
Maßstab, an den alle anderen Gesetze gemessen werden. Die Gerechtigkeit Gottes ist Seine
Anwendung des Gesetzes, das Er zur moralischen Ordnung in der Welt festgesetzt
hat. (Sieh.
Mos 4,8 und Jak 4,12 )Sie umschließt sowohl die Belohnung für Gehorsam als auch die
Vergeltung für Übertretungen. Die Anwendung Seines Gesetzes hat zwei Gesichtspunkte:
1. "belohnende Gerechtigkeit ", die eine unverdiente Belohnung schenkt
aufgrund
de Versprechens Gottes und unseres Vertrauens im Gehorsam.
(5.Mose 9,12,13/ Mat.25, 21+34 / Joh 5, 24-29 / Röm 4,5 / Heb 6,10 )
2. "vergeltende Gerechtigkeit", die wegen des Zornes Gottes über alles Böse
eine verdiente Bestrafung austeilt (sog. Gericht Gottes ).
(
5.Mose 7,10 / Röm 1, 28-32 / Röm 2,9 / 2.Thess 1, 6-9 / Off 20, 11-15 / 2.Kor 5, 10 /
Psalm 99 / Röm 3, 19-31 / 1. Kor 3. 11-15 )
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